CNC Styroporschneider

YACFC - Yet Another Cnc Foam Cutter

Facts

Schrittmotor Steuerung: SM44PCV5 + ELV Rechteckgenerator
Schneide Software: GMFC Pro 3
2D Software: DevCad, Profili
Schrittmotoren: SMC 12056
Antriebspindel: Trapezgewindespindel 10x3
Schneidetrafo: Manson NP-9615
Lineareinheit: Accuride 2026
Verfahrweg: ca. 600 x 350 mm
Status: in Betrieb

 

Details

Es ist vollbracht! Meine selbstgebaute CNC-Styroporschneidemaschine funktioniert.

Im letzten Jahr entschied ich mich für die Anschaffung einer CNC-Styroporschneidemaschine. Geschnitten werden sollten Tragflächenkerne für die Sandwichbauweise, aber auch andere Teile wie z.B. Rümpfe, Leitwerke usw.
Eine erste Recherche im Internet führte mich dann zu diversen Projekten und Herstellern. Die Preise begannen bei mindestens ca. 1000 Euro für die Mechanik inkl. Schrittmotoren und Schrittmotorsteuerung. Zusätzlich mußte man dann noch eine geeignete Schnittsoftware anschaffen.

Mein erster Gedanke war: das muß doch auch günstiger gehen! Also begann ich damit die Anforderungen für einen Selbstbau zu sammeln. Das Wichtigste war: zum Aufbau durfte kein teures Spezialwerkzeug erforderlich sein. Mir schwebte ein "baukastenartiger" Aufbau vor. Dadurch landete ich dann auch bei Standardaluprofilen für den Aufbau der Mechanik. Diese konnte ich in der erforderlichen Länge bestellen und verbunden werden sie durch Winkel.

Bei den Führungen entschied ich mich für Auszugschienen. Diese haben den Vorteil, daß sie durch Schrauben befestigt werden. Also keine Präzisionsbohrungen erfordern!

Der Vortrieb erfolgt über einfache Trapezgewindespindeln inkl. passender Muttern. Teuer Kugelgewindespindeln sind zwar wesentlich präziser jedoch für meinen Anwendungsfall wohl doch ein wenig überdimensioniert. Schließlich benötige ich keine 0.001 mm Wiederholgenauigkeit.

Auf welche Kosten bin ich denn nun gekommen? Hier eine kleine Aufstellung:

Aluprofile ca. 250 Euro
Auszugschienen ca. 70 Euro
Schrittmotoren ca. 160 Euro
Schrittmotorsteuerung ca. 120 Euro
Kugellager, Kugellagerflansch, Kupplungen ca. 200 Euro
Trapezgewindespindel + Muttern ca. 65 Euro
Kleinkram wie Kabel, Stecker, Schrauben usw. ca. 50 Euro
Schneidesoftware ca. 150 Euro

Tja, zusammen also ca. 1070 Euro. Die Arbeit rechnen wir mal nicht mit, den Spaß an der Konstruktion allerdings schon. Ebenso den Stolz auf die selbstgebaute Maschine 😉

Die Stromversorgung übernimmt ein umgebautes ATX-PC-Netzteil das es schon für ein paar Euro bei Ebay gibt. Eine Umbauanleitung gibts hier. Beim Schneidetrafo hab ich mich für ein geregeltes Labor-Schaltnetzteil vom Typ Manson NP-9615 entschieden. Eine Steuerung des Schneidedrahtstromes durch die Schneidesoftware hab ich bisher noch nicht vorgesehen.

Bilder